Was Maria zu erzählen wußte

Wer je Maria im Gespräch begegnet ist, wird sich erinnern, wie sie aus einer momentanen Situation heraus kühne Querverbindungen zu anderen Begebenheiten schaffte. Diese Begebenheiten konnten in Raum und Zeit noch so weitab liegen, inhaltlich konnte Maria mit wenigen Worten überraschende Zusammenhänge herstellen.

Aus ihrer intensiven Art, Menschen zu begegnen, erklärt sich, dass sie nicht unnötig von sich selbst erzählte; eine Erklärung, wie Gespräche mit Maria in die hier vorliegende Schriftform kamen, findet sich im ersten Absatz der ersten Geschichte im Inhaltsverzeichnis.

Sehr spät hat Maria zugestimmt, die gesammelten Texte öffentlich zu machen -- sehr Vieles in der Sammlung hätte sie sehr Vielen nicht persönlich erzählt. Nun mag die Niederschrift für Vielfalt und Geheimnis einstehen, die jeder Mensch in sich trägt.

Jetzt nachträglich ist festzustellen, dass Maria sich schon lange im Reinen mit allen Mitmenschen gefühlt hat, insbesonders jenen, die in den nachfolgenden Erzählungen vorkommen. Möge allen, die sich darin vertiefen, Marias lebensfrohes Lachen im Ohr klingen.

Mitten aus dem Leben ist Maria von uns gegangen; so stehen hinter einigen Titeln nur Stichworte, aus denen eben nicht mehr geworden ist.

 

Inhaltsverzeichnis

Zum Einlesen von jedem Thema etwas: von der Familie, der Herkunft, von Erziehungsgrundsätzen, von gelungener Schule und Wünsche an die Schule der Zukunft:
Familie, Nähe und Distanz
Über die oberösterreichischen Bauern
"Ein Kind hat nichts zu wollen!"
Projektwoche in Leogang
Junglehrer ausbilden

Was Kinder zum Aufwachsen brauchen, das durchzieht fast alle Geschichten hier; die folgenden Geschichten sprechen Schule wie Familie an.
Noten, "besser-sein-wollen" und "herunter-machen"
Wie Kinder selbständig werden
Zu viel Körperlichkeit: die Geschichte von den Sitzbällen
Mütter mit Kindern unterstützen
Saint-Exupéry und "Führen oder Wachsenlassen"

Lehrersein war Marias große Berufung. Ihre Freude an der Arbeit hat sich ihren Schülern und deren Eltern mitgeteilt. Diese Freude vermochte (fast) all die Schattenseiten der Institution Schule beiseite zu schieben, die hier nun auch zur Sprache kommen.
Machtspiele anstatt Serviceleistungen
Eigenständigkeit, Außenseitertum und Lehrergehalt
Schmerzliches Scheitern
Machtspiele unter aufmerksamer Beobachtung
Neue Machthaber
Beinahe in die Pension gemobbt

Geschichten über die Familie, die Walther für's Leben vorbereitet und später die Beziehung Maria-Walther bis in die Ehe und zu den Kindern, trotz bester Absichten, mit Spannungsreichtum gewürzt hat.
Der Fluch des Gsindlkindes
Eine Kriegs-bedingte Ehe
Der Erstgeborene ein Sonderling
Volksmusik und "Die Seele des Menschen"
Warum ich Geburtstage meide

Und noch ein paar ganz andere Themen.
Türkei I: archaisch und vor-biblisch
Lehrer-Sein ist immer und überall
Geld ist zum Leben da, nicht zum Sparen
Wofür ein Lehrer sein Gehalt bekommt
Zivilcourage und Achtung vor Anderen
Von Mensch zu Mensch oder Standesdünkel ?
Tucholsky und "die beste Lehrerin der Stadt"

Epilog von Walther
Das Samtsäckchen in Marias Koffer